Buchbeitrag

Was macht die Katze beim Japaner?

African Amber Akono Mick
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Was macht die Katze beim Japaner?

Nach einer staufreien und rasanten Rückreise aus Tschechien, irgendwie dachte der Alte wir sind noch auf der Rennstrecke, hatten Frauchen und Herrchen eine ganz tolle Idee. Einkehrschwung beim meinem Lieblingsjapaner…jooo das ist doch mal was… Thunfisch Makis bald seid ihr meins.

Also wackeln wir hungrig zum Eingang. Uups, eine Vielzahl von Familien mit Kindern überraschen uns bei entsprechender Geräuschkulisse. Erschwerend der Durchgang bei antiautoritären erzogenen „Terroristen“. Man könnte auch sagen – null Erziehung – freie Entwicklung.

Der Alte nimmt mich „kurz“ unsere Blicke treffen sich – habe verstanden bei Fuß gehen. Nach seinem Blick – besser ist das. Hinten links an der Fensterfront ein schnuckeliges Plätzchen. Yep finde ich auch, also stehen wir vor der hellbraunen IKEAK Sitzgruppe, der Alte lässt lieblos meine Decke fallen, ich schaue ihn an. Ächzend bückt sich der alte Mann und rückt die Decke gerade. Brav. Ich lasse mich fallen mit Blick in das Innere dieser Oase von Futter.

Das ist sie wieder, die Kellnerin, die mich jedes Mal an eine Manga Figur erinnert Sie ist schnell bei uns und das erste was ich höre ist: Zwei Kölsch bitte! Hey sagt mal geht es noch, bestellt gefälligst meine Makis! Die Bestellung erfolgt. Brav.

Hämmernde Geräusche begleitet die Wartezeit. Was ist das verdammt? Ok, sitzendes antiautoritäres Kind schlägt mit den Hacken gegen die Wand. Die Eltern nehmen dies nicht war. Aber mein Alter, den beginnt dies zu nerven. Schon beim rein kommen trafen sich kurz die Blicke der Gladiatoren, des Vaters und von Herrchen. Da liegt jetzt schon Spannung in der Luft. Herrchen blickt in Richtung Trommelfeuer – keine Reaktion. Wer alle Sinne gerade hat, versteht die Blicke von Herrchen. Kind hämmert weiter. Herrchens Halsschlagader hämmert jetzt auch. Parallel treffen mich ständig die abwertenden Blicke der Mutter.

Zwischenzeitlich trifft die Bestellung ein – brav. Was noch eintrifft sind zwei Chicas mit einer kleinen Handtasche auf dem Arm. Meine Leine erfährt etwas Zug. Wenn das geschieht liegt immer irgendetwas in der Luft. Die Mädels haben doch wahrlich eine junge Katze an der Leine und kommen in meine Richtung. Mein Alter nimmt die Leine jetzt ganz kurz. Mein Blick wird starr und meine Hinterläufe gehen auf Sprungmodus. Dem Alten entgeht dies natürlich nicht, spüre den Zug an der Leine und vernehme„MICK!“ Verstehe, soll entspannter werden – geht aber gerade nicht so wirklich.

K A T Z E beim Japaner? Bringen die ihr eigenes Essen mit? Ach ne, das war doch bei den Chinesen. Ich höre Frauchens resolute Stimme in Richtung Chicas das dies jetzt nicht so eine tolle Idee ist. Ich finde schon, lass die ruhig mal hier hin in kommen, komm fein Mitzi Mitzi, ich kläre dies schon „spielerisch“. Meine Thunfisch Makis können warten. Katze wird zum Hauptgang.

Frauchen signalisiert den Mädels, dass dies vielleicht interessant werden kann. Es wäre sehr freundlich, wenn man „etwas“ Distanz wahrt. Ich runzle die Stirn, das kann ich gut, und denke mir meinen Teil.

Dann ertönt ein blöder Spruch aus der antiautoritären Ecke. Ich lege meine Stirn in Falten und mein gelangweilter Blick sollte alles gesagt haben. Sagt Vater von unerzogenem Kind zu meinem Frauchen: Warum sollen die sich mit der K A T Z E woanders hinsetzen? Sie könnten doch mit dem Hund das Lokal verlassen! Ich spüre, wie Frauchens Puls nach oben geht. „Soweit kommt es noch“ zischt es von Frauchen in die hundefeindliche Ecke. Es folgt ein weiterer Kommentar von Mutter des unerzogenen Kindes aber in Richtung zu Vater des unerzogenen Kindes: „Ich mag auch keine Hunde im Restaurant und muss DAS hier jetzt erdulden“. Nebenbei rät sie ihrer unerzogenen Tochter noch gebührenden Abstand zu DIESEM Hund zu halten. Tja man könnte es auch PASSIVE NEGATIVPRÄGUNG EINES KINDES ZUM THEMA HUND nennen.

Frauchen schickt den BÖSEN BLICK (und der ist nicht ohne) in die Ecke und kurz bevor sie noch sagen kann: „Ich mag auch keine unerzogenen Kinder im Restaurant und muss das jetzt ertragen“ tätschelt Herrchen beschwichtigend den Oberschenkel, damit Frauchen die Klappe hält und es folgt kein weiterer Kommentar, denn das wäre nicht mehr NETT gewesen. Ich habe nämlich von ihr gelernt: NETT IST DER BRUDER VOM KLEINEN ARSCHLOCH!

Wir widmen uns also den Köstlichkeiten auf dem Tisch. Die Thunfisch Makis schmecken wie immer hervorragend. Familie mit unerzogenem Kind zahlt recht zügig und verlässt mit gebührendem Abstand zu mir das Restaurant. Brav und besser ist das.

Ein schöner Tag mit aufregendem Abend. Fazit für mich? Ich habe K A T Z E immer noch nicht gesehen. Beim Verlassen des Restaurants geht Herrchen noch schnell zu den Chicas und erklärt nochmal, dass es nicht böse gemeint war, man lediglich Unruhe vermeiden wollte. Die Chicas reagieren entspannt verständnisvoll und bedanken sich für den Hinweis. Darf ich jetzt K A T Z E sehen? Schade, ich werde nach draußen begleitet und die Chance schwindet leider dahin.

Ich weiß immer noch nicht: WAS HAT DIE KATZE BEIM JAPANER gemacht! Mitzi Mitzi , man sieht sich immer zweimal im Leben. Miau.

Euer Mick